Chronologie aus der Akte
Aus Schriftwechsel und Anlagen entsteht eine Zeitleiste der Ereignisse, jeder Eintrag mit Blattzahl.
Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
sinlu berät Kanzleien, wählt einen KI-Server passender Größe aus, baut ihn in Ihrem Netz auf, richtet die Software ein und übernimmt die Wartung. Akten, Schriftsätze und Mandantenkorrespondenz werden dort bearbeitet, wo sie ohnehin liegen.
Wer einen Cloud-Dienst mit Mandatsinhalten nutzt, muss den Anbieter vorher vertraglich zur Verschwiegenheit verpflichten, für Rechtsanwälte nach § 43e BRAO, für Steuerberater nach § 62a StBerG. Bei vielen KI-Diensten ist das kaum durchsetzbar. Die Folge in der Praxis: anonymisierte, abstrakte Eingaben und viel Handarbeit davor.
Die Bundessteuerberaterkammer schreibt in ihrer FAQ zu KI vom 27.01.2026: „Ein lokal installierbares System unter Kontrolle der Kanzlei bietet ggf. mehr Datenschutz, während ein Cloud-Dienst Updates und Wartung abnimmt." sinlu verbindet beides: Die Anlage steht in Ihrer Kanzlei, Updates und Wartung übernehmen wir.
Rechte kommen aus Ihrem Verzeichnisdienst. Wer ein Mandat nicht sehen darf, bekommt es auch über die KI nicht zu sehen. Die Modellverarbeitung läuft mit 0 externen Modell-APIs im Regelbetrieb.
Jeder Anwendungsfall liefert einen Entwurf oder eine Übersicht mit Fundstelle. Was an Mandanten oder Gerichte geht, zeichnet ein Berufsträger.
Aus Schriftwechsel und Anlagen entsteht eine Zeitleiste der Ereignisse, jeder Eintrag mit Blattzahl.
Das Modell liest den Vertrag entlang Ihrer Prüfpunkte und listet Abweichungen mit Klauselverweis.
Mandantenschreiben und Schriftsatzteile im Stil Ihrer Kanzlei, auf Basis Ihrer Muster und Textbausteine.
Das Wissen der Kanzlei wird mit eigenen Worten durchsuchbar, jede Antwort nennt das Dokument.
Diktate werden auf dem Server in der Kanzlei umgeschrieben und als Text bereitgestellt.
Eingehende Anfragen werden nach Thema und Frist geordnet und mit einem Antwortentwurf aus Ihren Textbausteinen versehen.
Fremdsprachige Unterlagen als Arbeitsübersetzung für die Sachbearbeitung, ohne dass sie das Haus verlassen.
Zweck der Anlage. Das Modell schreibt Entwürfe und Übersichten. Rechtliche und steuerliche Würdigung bleibt beim Berufsträger, der zeichnet.
„Der Rechtsanwalt darf Dienstleistern den Zugang zu Tatsachen eröffnen, auf die sich die Verpflichtung zur Verschwiegenheit gemäß § 43a Absatz 2 Satz 1 bezieht, soweit dies für die Inanspruchnahme der Dienstleistung erforderlich ist.“
Absatz 3 verlangt einen Vertrag in Textform. Darin wird der Dienstleister unter Belehrung über die strafrechtlichen Folgen zur Verschwiegenheit verpflichtet. Er darf sich nur so weit Kenntnis von fremden Geheimnissen verschaffen, wie es zur Vertragserfüllung erforderlich ist, und der Vertrag legt fest, ob er weitere Personen heranziehen darf.
Für Dienstleistungen im Ausland gilt nach Absatz 4 zusätzlich, dass der Schutz der Geheimnisse dort dem Schutz im Inland vergleichbar sein muss. Dient die Dienstleistung unmittelbar einem einzelnen Mandat, braucht es nach Absatz 5 die Einwilligung des Mandanten. Bei einem KI-Dienst, in den Mitarbeitende Akteninhalte eingeben, sind alle drei Punkte zu klären, bevor der erste Schriftsatz hineingeht.
Folge für die Anlage: Läuft das Sprachmodell auf einem Server in Ihrer Kanzlei, sieht für die Modellverarbeitung kein externer Dienstleister Mandatsinhalte. § 43e betrifft dann nur noch den Wartungszugang von sinlu. Den Vertrag dafür schließen wir in Textform mit den Punkten aus Absatz 3. Der Zugang öffnet sich nur nach Ihrer Freigabe, ist widerrufbar und wird protokolliert, und die Anlage steht in Ihren Räumen.
Quellen: § 43e BRAO (gesetze-im-internet.de) · BRAK, Hinweise zum Einsatz von KI, Stand 12/2024
„Steuerberater und Steuerbevollmächtigte dürfen Dienstleistern den Zugang zu Tatsachen eröffnen, auf die sich die Verpflichtung zur Verschwiegenheit gemäß § 57 Absatz 1 bezieht, soweit dies für die Inanspruchnahme der Dienstleistung erforderlich ist.“
Die Absätze 2 bis 5 entsprechen § 43e BRAO: sorgfältige Auswahl des Dienstleisters, Vertrag in Textform mit Verschwiegenheitsverpflichtung, vergleichbarer Schutz bei Dienstleistungen im Ausland, Einwilligung des Mandanten bei Diensten für ein einzelnes Mandat. Die Bundessteuerberaterkammer wendet die Vorschrift in ihrer FAQ zu KI ausdrücklich auf KI-Anbieter an: Sie sind zur Geheimhaltung zu verpflichten, bevor sie Kenntnis von Mandantendaten erlangen.
Folge für die Anlage: Auf einem Server in der Kanzlei erlangt kein KI-Anbieter Kenntnis von Mandantendaten. Für den Wartungszugang gilt Absatz 3 wie bei der Anwaltskanzlei, der Vertrag dazu ist Teil des Projekts. Absatz 8 lässt die Vorschriften zum Datenschutz ausdrücklich unberührt; ob die Anlage für Ihre Kanzlei genügt, prüft Ihr Datenschutz. Die Einordnung für alle Berufsgeheimnisträger steht im Ratgeber zu KI und § 203 StGB.
Quellen: § 62a StBerG (gesetze-im-internet.de) · BStBK, FAQ KI, Stand 27.01.2026
Die Server bauen etablierte Hersteller. Wir beraten Sie, wählen das passende System aus, bauen es bei Ihnen auf und bleiben für den Betrieb zuständig.
Wir erfassen Aufgaben, Gleichzeitigkeit, Datenräume und vorhandene Infrastruktur und klären, welche Abläufe sich für den Einstieg eignen.
Aus dem Systemplan folgt die Anlagenklasse. Wir wählen den Server herstellerunabhängig aus und beschaffen ihn.
Wir bauen den Server bei Ihnen auf, binden ihn ins Netz ein, installieren Modelle und Software und nehmen die Anlage mit Ihnen ab.
Die Mitarbeitenden melden sich mit ihrem vorhandenen Konto an, Rechte kommen aus Ihrem Verzeichnisdienst. Bei der Übergabe weisen wir die ersten Nutzer ein.
Wir überwachen die Anlage, spielen Sicherheitsaktualisierungen ein und prüfen neue Modellstände. Auf jede Störungsmeldung folgt eine Rückmeldung innerhalb von 4 Stunden, rund um die Uhr. Fernzugriff gibt es nur nach Ihrer Freigabe, widerrufbar und protokolliert.
Mehr zum Ablauf: vom Erstgespräch bis zur laufenden Anlage · Hardware der KI-Server · Rechte, Datenfluss und Protokolle
Drei Vorschriften bestimmen, wer Mandatsinhalte sehen darf.
Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer dürfen Mandantengeheimnisse gegenüber mitwirkenden Dienstleistern nur offenbaren, soweit das erforderlich ist, und müssen sie zur Geheimhaltung verpflichten (Abs. 3 und 4). Bei lokaler Verarbeitung sieht kein externer KI-Dienst die Inhalte. Für den Wartungszugang verpflichtet sich sinlu schriftlich zur Verschwiegenheit.
§ 203 StGB (gesetze-im-internet.de)Rechtsanwälte dürfen Dienstleistern den Zugang zu Mandatsgeheimnissen nur eröffnen, soweit das für die Dienstleistung erforderlich ist, und nur nach vertraglicher Verpflichtung zur Verschwiegenheit.
§ 43e BRAO (gesetze-im-internet.de)KI-Anbieter müssen vertraglich zur Geheimhaltung verpflichtet werden, bevor sie Kenntnis von Mandantendaten erlangen (Verschwiegenheitsvereinbarung, § 62a Abs. 3 StBerG), so die Bundessteuerberaterkammer.
BStBK, FAQ KI, Stand 27.01.2026Die Übersicht ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung. Ob die Anlage für Ihren Fall genügt, prüft Ihr Datenschutz. Die Unterlagen dafür liefern wir mit: Datenflussdiagramm, Rollenmatrix, Protokollumfang und Wartungsweg.
Wer als mitwirkende Person gilt und was Kammern zum KI-Einsatz schreiben: Ratgeber KI und § 203 StGB.
Die Kanzlei arbeitet in einer eigenen Oberfläche und übernimmt freigegebene Entwürfe in die Kanzleisoftware. Ob eine direkte Anbindung möglich ist, hängt von der Schnittstelle Ihres Herstellers ab.
Entscheidend ist, wie viele Personen gleichzeitig mit der KI arbeiten und wie lang die Dokumente sind. Daraus folgt die Anlagenklasse; das rechnen wir in der Bestandsaufnahme aus.
Ihre Mitarbeitenden nach den Rechten aus Ihrem Verzeichnisdienst. sinlu erhält Fernzugriff nur für die Wartung, nach Ihrer Freigabe, widerrufbar und protokolliert, und ist dafür zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Die Kanzlei arbeitet in ihrer Software weiter, die KI liefert nur Entwürfe zu. Auf die Störungsmeldung folgt eine Rückmeldung innerhalb von 4 Stunden, rund um die Uhr.
Weitere Antworten zu Hardware, Modellwahl und Betrieb: Fragen und Antworten zu lokalen KI-Anlagen.
Nennen Sie uns den Ablauf, bei dem Sie heute auf KI verzichten, weil Mandatsinhalte das Haus nicht verlassen dürfen.