Krankenhaus und Klinikverbund

Lokale KI im Krankenhaus.
Auf Servern im Netz des Hauses.

sinlu berät Kliniken zu lokalen Sprachmodellen, wählt die Server aus, baut sie im Rechenzentrum des Hauses auf, nimmt sie in Betrieb und übernimmt die Wartung. Arztbrief-Entwürfe, Suche in Hausstandards und Protokolle entstehen dort, wo die Patientendaten schon liegen.

Kliniken betreiben Sprachmodelle im eigenen Haus.

Die Schön Kliniken betreiben eine eigene KI-Plattform für mehr als 2.000 Beschäftigte, vollständig in der eigenen Infrastruktur, unter anderem für Arztbrief-Strukturen und Vertragszusammenfassungen (Stand Juli 2026). Eine Studie des Universitätsklinikums Freiburg fand 93,1 % der KI-erstellten Arztbriefe nach geringfügigen Korrekturen für die klinische Anwendung geeignet (2024).

Wer Gesundheitsdaten über einen Cloud-Dienst verarbeitet, braucht nach § 393 SGB V ein aktuelles C5-Testat des Dienstes. Ein Server im Haus vermeidet diesen Weg: 0 externe Modell-APIs im Regelbetrieb, die Anlage steht im Netz, das Ihre IT-Sicherheit ohnehin abdeckt. Dieselbe Vorschrift gilt für Vertragsarztpraxen; wie ein Server in Praxisgröße aussieht, zeigt die Seite lokale KI für Arztpraxis und MVZ.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hält Cloud-Betrieb wegen der Rechenleistung für unerlässlich. Ob ein Server im Haus für Ihre Aufgaben reicht, entscheidet die Dimensionierung nach Aufgaben und gleichzeitiger Nutzung. Der Pilot misst das, bevor Sie eine Anlage bestellen.

Quellen: Schön Kliniken (bibliomed Manager, 27.07.2026) · Universitätsklinikum Freiburg (25.09.2024) · DKG-Positionspapier KI (23.10.2025)

Wobei die lokale KI im Krankenhaus hilft.

Jeder Anwendungsfall liefert einen Entwurf oder eine Zusammenfassung mit Fundstelle. Die ärztliche oder pflegerische Freigabe bleibt der letzte Schritt.

Arztbrief-Entwurf

Aus vorhandener Dokumentation entsteht ein Entwurf in der Struktur Ihres Hauses. Die Ärztin oder der Arzt korrigiert und zeichnet.

Pflegeüberleitung

Ein Entwurf des Überleitungsbogens aus der Pflegedokumentation, zum Prüfen vor der Entlassung.

Fremdbefunde als Lesehilfe

Mitgebrachte Befunde und Vorberichte werden zusammengefasst, jeder Punkt mit Seitenangabe im Original.

Suche in SOPs und Hausstandards

Fragen in eigenen Worten, Antworten aus Ihren Verfahrensanweisungen, Hygieneplänen und Standards, mit Fundstelle.

Protokolle von Gremien und Qualitätszirkeln

Mit Einwilligung aufgenommen, auf dem Server umgeschrieben und als Ergebnisprotokoll mit Aufgaben zusammengefasst.

Antworten auf Anfragen des Medizinischen Dienstes

Ein Antwortentwurf mit den Stellen aus der Akte, auf die er sich stützt. Die Fallbegleitung prüft und ergänzt.

Patienteninformation

Merkblätter in einfacher Sprache und Arbeitsübersetzungen, zum Prüfen vor der Ausgabe.

Verwaltung und Einkauf

Verträge zusammenfassen, Angebote mit dem Leistungsverzeichnis vergleichen, Dienstanweisungen durchsuchen.

Zweck der Anlage. Das Modell schreibt Entwürfe und fasst vorhandene Dokumentation zusammen. Diagnose, Therapie und Einstufung bleiben ärztliche und pflegerische Entscheidungen.

Was sinlu übernimmt.

Die Server bauen etablierte Hersteller. Wir beraten Sie, wählen das passende System aus, bauen es bei Ihnen auf und bleiben für den Betrieb zuständig.

  1. Beratung und Bestandsaufnahme

    Wir erfassen Aufgaben, Gleichzeitigkeit, Datenräume und vorhandene Infrastruktur und klären, welche Abläufe sich für den Einstieg eignen.

  2. Gerätewahl und Beschaffung

    Aus dem Systemplan folgt die Anlagenklasse. Wir wählen den Server herstellerunabhängig aus und beschaffen ihn.

  3. Aufbau und Inbetriebnahme

    Wir bauen den Server bei Ihnen auf, binden ihn ins Netz ein, installieren Modelle und Software und nehmen die Anlage mit Ihnen ab.

  4. Software und Einweisung

    Die Mitarbeitenden melden sich mit ihrem vorhandenen Konto an, Rechte kommen aus Ihrem Verzeichnisdienst. Bei der Übergabe weisen wir die ersten Nutzer ein.

  5. Wartung

    Wir überwachen die Anlage, spielen Sicherheitsaktualisierungen ein und prüfen neue Modellstände. Auf jede Störungsmeldung folgt eine Rückmeldung innerhalb von 4 Stunden, rund um die Uhr. Fernzugriff gibt es nur nach Ihrer Freigabe, widerrufbar und protokolliert.

Mehr zum Ablauf: vom Erstgespräch bis zur laufenden Anlage · Hardware der KI-Server · Rechte, Datenfluss und Protokolle

Welche Regeln im Krankenhaus gelten.

Vier Vorschriften bestimmen, wie ein Sprachmodell im Krankenhaus betrieben werden kann.

Art. 9 DSGVO

Gesundheitsdaten sind besondere Kategorien personenbezogener Daten. Ihre Verarbeitung ist nur unter den Bedingungen von Art. 9 Abs. 2 und 3 zulässig. Auf einem Server im eigenen Haus bleibt die Modellverarbeitung in Ihrer Verantwortung und in Ihrem Netz.

Art. 9 DSGVO (dejure.org)
§ 393 SGB V

Leistungserbringer, die Gesundheitsdaten im Wege des Cloud-Computing verarbeiten, brauchen seit dem 1. Juli 2025 ein aktuelles C5-Typ-2-Testat des Dienstes. Ein Server im eigenen Haus ist kein Cloud-Dienst. Die Anforderung knüpft deshalb an den Weg an, den die lokale Anlage vermeidet.

§ 393 SGB V (gesetze-im-internet.de)
§ 203 StGB

Berufsgeheimnisträger dürfen Geheimnisse gegenüber mitwirkenden Dienstleistern nur offenbaren, soweit das erforderlich ist, und müssen sie zur Geheimhaltung verpflichten (Abs. 3 und 4). Bei lokaler Verarbeitung sieht kein externer KI-Dienst die Inhalte. Für den Wartungszugang verpflichtet sich sinlu schriftlich zur Verschwiegenheit.

§ 203 StGB (gesetze-im-internet.de)
Medizinprodukte-Verordnung (MDR)

Ob Software ein Medizinprodukt ist, folgt aus ihrer Zweckbestimmung. Software, die Informationen für Diagnose oder Therapie liefern soll, fällt in der Regel darunter. sinlu richtet Anlagen für Dokumentation, Suche und Verwaltung ein und für keinen medizinischen Zweck.

MDCG 2019-11 Rev. 1, Stand 17.06.2025

Die Übersicht ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung. Ob die Anlage für Ihren Fall genügt, prüft Ihr Datenschutz. Die Unterlagen dafür liefern wir mit: Datenflussdiagramm, Rollenmatrix, Protokollumfang und Wartungsweg.

Wer als mitwirkende Person gilt und was Kammern zum KI-Einsatz schreiben: Ratgeber KI und § 203 StGB.

Häufige Fragen.

Wird die KI an unser KIS angebunden?

Das klären wir in der Bestandsaufnahme. Der Einstieg arbeitet mit Texten, die Nutzer aus dem KIS übernehmen oder die in freigegebenen Ablagen liegen. Eine Schnittstelle richtet sich nach dem, was Ihr KIS-Hersteller anbietet.

Passt die Anlage in unser Sicherheitskonzept nach § 391 SGB V?

Die Anlage wird so dokumentiert, dass sie in Ihr Managementsystem passt: Rollenmatrix, Datenfluss, Wartungsweg und exportierbare Protokolle. sinlu führt selbst kein Zertifikat und behauptet keins.

Wer hat Zugriff auf die Anlage?

Ihre Mitarbeitenden nach den Rechten aus Ihrem Verzeichnisdienst. sinlu erhält Fernzugriff nur für die Wartung, nach Ihrer Freigabe, widerrufbar und protokolliert.

Wie beginnt ein Projekt?

Mit einem klar begrenzten Ablauf, repräsentativen Beispieldaten und vorher vereinbarten Erfolgskriterien. Der Pilot prüft Qualität, Rechte, Last und Bedienbarkeit, bevor die Anlage bestellt wird.

Weitere Antworten zu Hardware, Modellwahl und Betrieb: Fragen und Antworten zu lokalen KI-Anlagen.

Mit einem Ablauf anfangen.

Nennen Sie uns den Ablauf, der Ihre Ärzte und Pflegekräfte am meisten Schreibzeit kostet. Daran legen wir Pilot und Dimensionierung fest.